Es gibt immer wieder User, die einfach aus Jux beim Surfen den „Kaufen“ Button auf einer Seite betätigen. Sie sind sich meist nicht im klaren, dass sie hier einen rechtsgültigen Vertrag abschliessen. Sobald der Button gedrückt wurde und auf dem Formular alle notwendigen eingaben gemacht wurden, dann wurde ein Angebot gekauft und muss auch bezahlt werden. Diese Tatsache spiegelt sich auch in der deutschen Rechtssprechung wieder. So wurde etwa in der letzten Zeit ein Unternehmen in Chemnitz, die B2B Technologies Chemnitz GmbH, das auf seiner Webseite Abos zu umfassen Themen wie Steuern, Wirtschaft, Einkaufen und viele weitere für Händler und auch Gewerbetreibende anbietet. Das Angebot richtet sich speziell an Unternehmer und Verbraucher oder Private dürfen sich eigentlich gar nicht anmelden. Das System wurde deshalb auch so programmiert, dass User, die „privat“ eintragen, gleich von automatisch nicht angenommen werden. Wen nun ein User, sei es aus Spass oder mit Vorsatz, hier falsche Angaben macht, sich als Gewerbetreibender ausgibt, dann muss er auch die bestellt Leistung bezahlen. Einige fühlen sich hier falsch behandelt und ziehen gegen den Zahlungsbescheid vor Gericht. Oftmals wird hier argumentiert, dass es sich ja dezidiert um Angebote für Unternehmen handelt auf die Private nicht zugreifen dürfen. Das Gericht konnte aber dieser Argumentation nicht recht geben und sieht hier viel mehr als ein bewusste Täuschung, denn das System erkennt Eintragungen wie “privat” und es schliesst Privatpersonen automatisch vom Angebot aus. So waren sich alle aufgerufen Gerichte wie etwa in Charlottenburg, Reutlingen und Chemnitz einstimmig der Meinung, dass Kunden, die den “Kaufen”-Button drücken und sich so auf der Seite B2B-Technologies Chemnitz GmbH anmelden bewusst für den Abschluss eines Vertrages entscheiden haben. Es besteht daher auch die Verpflichtung, die vereinbarte Gebühr zu bezahlen. Auch wenn die Anmeldung nur durch die Angabe falscher Tatsachen ermöglicht wurde, ist sie sehr wohl rechtskräftig und die Monatsgebühren, in diesem Falle 20,- €, die den Zugang zum B2B-Handelsportal ermöglicht, auf dem verschiedene Dienstleistungen zu finden sind, besteht zu Recht und ist deshalb zu bezahlen.

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